Ankommen ist so eine Sache. Wenn das Ziel greifbar nah ist, dann freut man sich total, aber es schwingt auch immer ein nahender Abschied mit.

Zum letzten Mal haben wir unser Zelt abgebaut – Kleiner Einschub: Uns hat nachts ein Gewitter heimgesucht und die Hälfte der Zelte wurde überschwemmt. Dadurch war der letzte Morgen nicht so entspannt. Außerdem stand das große Reinigen an… alles musste ordentlich und sauber verpackt werden.

Auf dem Weg sind dann nach und nach Menschen zu uns gestoßen, so dass wir am Ende nach 27 km ca. 60 Menschen waren, die in Kampala eingelaufen sind.

Und dann, dann kam dieser emotionale Moment, wo einige weinten, lachten und wir Walker uns einfach nur umarmten, denn wir hatten es geschafft. Hunderte Kilometer sind wir zusammen gelaufen. Zig mal haben wir Kindern Händewaschen beigebracht. Unsere Routinen waren mit einem Moment zu Ende.

Was ein schönes Gefühl und es wird nicht wieder so sein wie die Tage davor.

Ich weiß nicht, was ich sagen soll: Danach bin ich jetzt auch irgendwie erschöpft. Voller Emotionen.

Ich bin 250 km gegangen, oft mit Schmerzen, aber mit einem Lächeln im Gesicht dank der Leute um mich herum. Hätte nicht gedacht, dass Gehen so anstrengend sein kann. Ich wusste jedoch: wenn ich Menschen mag, schließe ich sie schnell ins Herz – gerade in Extremsituationen. Das Land hat mich verzaubert, so viel schöne Landschaft und so unfassbar freundliche Menschen.

Jetzt steht noch das Abschlussfestival an.

So viel von mir

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